XII.­ Schmiede-Biennale 2018

Vom 2. bis 5. August 2018

Schmiedefreunde aus aller Welt treffen auf bayerische Lebensart

Das zwölfte Zusammentreffen im oberbayerischen Kolbermoor stand unter einem »nordischen Stern«. Die fünf skandinavischen Länder waren im August als Gastländer eingeladen, ihre Arbeiten zu zeigen, ihre speziellen Techniken vorzuführen und über ihre Länder und ihre Erfahrungen zu sprechen. Aber auch sonst gab es viele Gelegenheiten, am Feuer Vorführungen zu machen, Gedankenaustausch zu pflegen und sich unter seinesgleichen wohlzufühlen.



Neben dem Pflichtprogramm (Schmiededemonstrationen an sechs Feuern, Gießerdemonstrationen von Volker Allexi, Versteigerung am Sonntag) gab es eine Reihe von Vorträgen, beispielsweise von Professor Heiner Zimmermann, der über die Arbeit an der Schmiede-Akademie der Uni Göteborg in Steneby berichtete. Darüber hinaus referierte er auf seine eigene Art und Weise über Markt und Marktverhalten der Metallgestalter. Tobbe Malm berichtete über die Schwierigkeiten auf dem Weg zum Rosendenkmal für die Opfer des Massakers von Utoya.

Einen umfangreichen Rückblick auf die Schmiedewoche ist in der September/Oktober-Ausgabe der Metallgestalter-Zeitschrift HEPHAISTOS zu finden. Die Ausgabe ist im Medien-Shop auf metall-aktiv.de jederzeit bestellbar.

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Wer sich von der einzigartigen Stimmung selbst begeistern lassen will, der muss sich das schon mit eigenen Augen anschauen. Vielleicht ja bei der XIII. Biennale in Kolbermoor 2020? Wir sehen uns!

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An Verkaufsständen gab es wieder viele spannende Dinge zu entdecken. Samy Vermeulen präsentierte seine mystischen Feuerskulpturen. Der Internationale Fachverband Gestaltender Schmiede (IFGS) war mit seinem Verkaufsstand vertreten. Für die Verpflegung am Schmiedeplatz in Kolbermoor sorgte ein neues Team mit vielfältigen kulinarischen Angeboten.

Im Vorfeld und während der Biennale gab es einige Workshops für junge Schmiede, aber auch für gestandene Meister: Helmut Brummer leitete einen Werkzeugschmiede-Kurs, Josef Moos bot einen Intensiv-Zeichenkurs an.

Michael Ertlmeier und Johann Reif präsentierten, von Donnerstag bis Samstag live mit Asylbewerbern das Sozialprojekt »Abfallkörbe«. Die beiden möchten Kollegen anregen, dieses Projekt auch in ihren Heimatorten zu organisieren und zu verbreiten.




Am Sonntag gab es zwei Schmiede-Vorführungen, die fast schon in Vergessenheit geraten sind: Eine Gruppe von Meistern zeigte, wie in früheren Zeiten die Ringreifen auf Eisstöcke aufgezogen wurden und wie damals Eggenzinken geschmiedet und verarbeitet wurden. 

Die Schmiedefreunde der IG Schmiede aus der Schweiz erarbeiteten auch zur zwölften Biennale wieder eine Überraschung an den Schmiedefeuern.

Ab Juni wurde im Rathaus eine Ausstellung skandinavischer Schmiede gezeigt. Während der Biennale betreute Josef Still die Ausstellung mitgebrachter Arbeiten im Mareissaal. 

Am Freitag-Abend gehörten die Schmiedeplätze allein den Frauen bei der sogenannten Ladies-Night, die zum zweiten Mal stattfand.
Die Biennale konnte wieder die Unterstützung des Bezirks Oberbayern und des Landrates von Rosenheim bauen. Die tatkräftige Unterstützung der Stadt Kolbermoor mit Rat und Tat (Bauhof der Stadt) ist schon fast selbstverständlich. Auch Top-Sponsor Johannes Angele war wieder mit seinen Lufthämmern und seinem Stand dabei.