30 Jahre Schmiedebiennale 2026

30 Jahre Feuer, Eisen und Inspiration in Kolbermoor

 

Biennale 2026

 

Vom 6. bis 9. August 2026 verwandelt sich Kolbermoor erneut in ein pulsierendes Zentrum der Schmiedekunst. Die Biennale der Schmiede feiert ihr 30-jähriges Jubiläum – und das mit einem Programm, das Tradition, Innovation und internationale Freundschaft vereint.

 

Seit drei Jahrzehnten steht die Biennale in Kolbermoor für die lebendige Verbindung von Handwerk, Kunst und Gemeinschaft. Im nächsten Jahr richtet sich der Blick über die Alpen – denn das Gastland 2026 ist Österreich, dessen Schmiedekultur eine ebenso lange wie beeindruckende Geschichte aufweist.

 

Schmiedinnen und Schmiede aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz Europa werden in Kolbermoor erwartet. In vielen Feuern, entsteht auf Platz vor dem Alten Rathaus ein lebendiges Festival der Formen und Funken.

 

Jugend: Projekt „Baumschutzgitter“

 

Das Jubiläum steht im Zeichen der Zukunft: Es ist wieder ein Jungschmiede-Projekt geplant. Die jungen Leute sollen sich dem Thema „Baumschutzgitter“ widmen – eine gestalterisch anspruchsvolle und zugleich praktische und Aufgabe. Junge Talente aus Ausbildungsbetrieben und Fachschulen sowie junge Gesellen sollen gemeinsam Entwürfe machen, die zeigen, wie sich handwerkliche Präzision und zeitgenössischem Design verbinden lässt. „Die Mitglieder des Schmiedebeirates im Ring der Europäischen Schmiedestädte planen gleichzeitig ihr Jahrestreffen in Kolbermoor abzuhalten und sollen sich dem gleichen Thema zu widmen.“ sagte Kolbermoors Vertreter im Ring, Michael Ertlmeier beim Vorbereitungstreffen. Unter Anleitung erfahrener Meister entstehen so neue Objekte, die im öffentlichen Raum sichtbare Spuren hinterlassen. Dass beide Gruppen zusammenarbeiten ist wohl zu erwarten. Davon profitieren werden sicher vor allem die Nachwuchskräfte.

 

Fachvorträge im Alten Rathaus

 

Begleitend dazu bietet die Biennale ein vielfältiges Fachprogramm 2026 erstmals im Alten Rathaus, der heutigen Musikschule. Internationale Referentinnen und Referenten aus Handwerk und Design sprechen über aktuelle Themen der Metallgestaltung: von nachhaltigen Materialien und modernen Fertigungstechniken über historische Schmiedetraditionen bis hin zur Rolle des Kunsthandwerks in einer sich wandelnden Gesellschaft. Noch stehen die Themen nicht fest, Angebote sind erwünscht.

 

Schmieden live erleben – für Groß und Klein

 

Neben den Fachveranstaltungen ist das Liveschmieden das Herzstück der Biennale. Besucherinnen und Besucher können den Kunstschmieden über die Schulter schauen, wenn aus glühendem Eisen einzigartige Werke entstehen. An den fünf Feuern im Schmiedezelt, aber auch an den Ständen darum herum gibt es viel zu sehen.

 

Ein besonderes Erlebnis bietet das „Schmieden mit Kindern“, bei dem junge Besucherinnen und Besucher unter sicherer Anleitung selbst Hand anlegen dürfen. Hier geht es um Neugier, Kreativität und den ersten Funken Begeisterung für ein altes, aber immer aktuelles Handwerk.

 

Österreich zu Gast

 

Mit Österreich als Gastland steht die Biennale 2025 auch im Zeichen der alpinen Schmiedekunst. Es ist geplant die mobile Schmiede der Kollegen aus dem Nachbarland, einen voll ausgestatteten Anhänger mit drei Arbeitsplätzen, in Kolbermoor einzusetzen.

 

Von filigranen Kunstobjekten bis zu Skulpturen präsentieren österreichische Schmiede Arbeiten und laden zu grenzüberschreitender Zusammenarbeit ein. Von Ende Juni bis Ende September 2026 stellt die Stadt Kolbermoor Flächen im Eingangsbereich des Rathauses, im Foyer des Sitzungssaals und im Park hinter dem Rathaus zu Ausstellungszwecken zur Verfügung. Kleinere Arbeiten für drinnen, größere Objekte im Park. Auf dem Vorplatz des Rathauses ist die lebensgroße Figur eines Hufschmiedes am Amboss geplant.

 

Die Biennale der Schmiede ist nicht nur ein Treffpunkt für Fachleute, sondern auch ein Fest für die Menschen aus der Region Rosenheim. Stände und Ausstellungen machen Kolbermoor vier Tage lang zu einem Ort der Begegnung, des Hammerklanges. Einen kleinen Wermutstopfen gibt es doch: Der Mareissaal, in dem bei früheren Biennalen kurzfristig mitgebrachte Objekte ausgestellt wurden, steht diesmal nicht zur Verfügung. Er wird renoviert. 

 

Die Biennale in Kolbermoor – das ist 2026 ein Jubiläum, das nicht nur zurückblickt, sondern auch die Zukunft schmiedet. Wir werden an diese Stelle weiter über den Fortschritt der Planung berichten.

 

Kontakt

Förderverein der Biennale

der Schmiede in Kolbermoor

Präsident Peter Elgaß

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.metall-zentrum.de

  

Bild 1: Viel Publikum findet sich zur Versteigerung am Sonntag ein

Bild 2: Überblick über das Geschehen am Schmiedeplatz

Fotos: Johannes Thomae

 

 

 

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NO Hate Ausstellung

 

  Video Link zur "NO HATE" Aktion in Kolbermoor

 

! Hier klicken: Programm Flyer PDF NO Hate - Ausstellung !

 

 

 

Schmiede setzen Zeichen gegen Hass

 

Die große „Zwischen-Biennale“ in Kolbermoor startet mit einer dreimonatigen Laufzeit am 6. August auf dem Rathausplatz. Wir freuen uns über eine riesige Beteiligung von örtlichen Vereinen und Gemeinschaften, die unsere Aktion NO HATE mit dem Tiroler Schmied und Künstler Bernhard Witsch unterstützen.

 Worum geht es?

 Im Dezember 2020 haben Alexandra Rangger und Bernhard Witsch die Idee und ein umfassendes Gesamtkonzept für das Kunstprojekt NO HATE entwickelt und Anfang 2021 an KünstlerInnen und Kreative von nationaler und internationaler Herkunft eine persönliche Einladung zur Teilnahme gerichtet. Der Einladung sind zahlreiche Mitwirkende aus den verschiedensten Kreativbereichen gefolgt, die ein gemeinsames Zeichen setzen wollen. Ein Zeichen, das eine zeitlose Haltung symbolisiert. Ein Zeichen, das die Kraft des künstlerisch-kreativen Schaffens ausdrückt. Ein Zeichen, das Menschen verbindet.

 „Wir beobachten diese Zeiten der großen Veränderungen und erinnern an das Potenzial von kreativen Netzwerken. Wir beziehen Position für das, was uns als Stärke vereint, stehen für ein Miteinander und plädieren gegen jede Form von Hass“, beschreiben Rangger und Witsch die Botschaft des Projektes.

 Den beiden ist es gelungen, 71 KünstlerInnen und Kreative aus dem In- und Ausland mit 69 Beiträgen, ihrem Einsatz und mit ihrer persönlichen Botschaft in NO HATE zu vereinen.

 Botschaften, die verbinden

 Ausgangspunkt des Projekts war die Idee zu einer Metallskulptur, in Form des großdimensionalen Schriftzugs NO HATE. Die einzelnen Buchstaben bieten Metallflächen zur individuellen Gestaltung. Die KünstlerInnen und Kreative waren eingeladen, ihre persönliche Botschaft zum Thema NO HATE in Form eines Motivs, einer Wortkreation oder eines kurzen Satzes zu gestalten. Alexandra Rangger und Bernhard Witsch ordneten in einem ausführlichen Planungsschritt die einzelnen Beiträge auf dem gesamten Schriftzug an und fügten sie zu einem spannenden Gesamtbild zusammen. Es folgte als nächster Arbeitsschritt die Übertragungsphase der Entwürfe auf die Metallfläche durch Bernhard Witsch. Hierfür kam ein aufwendiges Verfahren mittels Plasmaschneider zum Einsatz. Vier KünstlerInnen haben das Metall selbst bearbeitet.

Aus den einzelnen Flächen entstanden durch das Zusammenschweißen die Buchstaben, in weiterer Folge der gesamte Schriftzug NO HATE, der insgesamt ca. einen Meter hoch, sieben Meter breit und 40 Zentimeter tief ist.

 Das Werk zeigt nun den Schriftzug NO HATE auf den Kopf gestellt. Rangger und Witsch lehnen sich dabei an das Prinzip der Kopfstandmethode an, die eine der effizientesten Brainstorming-Techniken darstellt. „Das Negativum – den Hass – HATE haben wir auf den Kopf gestellt und in einem konstruktiven Ideenfindungsprozess aller Mitwirkenden in seine Verneinung – in NO HATE – verkehrt“, erklären die beiden diesen Schritt.

 Mit dem Kunstprojekt wird aufgezeigt, dass unterschiedlichen Positionen, Perspektiven, Herangehensweisen und Meinungen in einer gemeinsamen Aussage münden können, die sich in diesem Fall für respektvolle und hassfreie Begegnung und konstruktives Miteinander einsetzt.

 Projektpräsentation

 Begleitend erschien ein beschreibendes Buch, welches das Projekt sowie alle KünstlerInnen und Mitwirkenden vorstellt. Dieses Buch können Sie in der Stadtbücherei käuflich erwerben. Alexandra Rangger und Bernhard Witsch haben mit der Skulptur langfristige und nachhaltige Pläne: „Wir haben vor, dieses Kunstwerk an wechselnden Standorten im öffentlichen Raum zu präsentieren und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.“ Es wandert seit 2022 an verschiedene Orte.

 Letztes Jahr wurde NO HATE auf der „ART Innsbruck“ erstmals öffentlich präsentiert, es folgte die Präsentation in der „Kunststraße Imst“. Es folgten Präsentationen in Bad Hall und an der Donau. Zuletzt war NO HATE in Taufkirchen zu sehen.